| Die 3 Musketiere für die nächsten Wochen |
...ist mein Reisetagebuch für all die lieben Menschen, die es interessiert, wie ich wo mit wem die nächsten Monate verbringe, für die, die sich um mich sorgen und für die, die froh sind mich los zu sein, für die, die selbst gern reisen und sich vielleicht inspirieren lassen wollen und auch für die Stubenhocker, die sich lieber nur die Geschichten anhören oder selbst lesen und ganz besonders für die Menschen, die ich liebe. Have fun :)
Donnerstag, 8. Januar 2015
Neues Jahr, neues Land, neues Glück
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Happy New Year!!!
Ein merkwürdiges Gefühl so kurz vor dem Jahreswechsel.
2014. Ein Jahr, in welchem sich so viel für mich verändert hat wie in kaum einem anderen.
Ich habe mit meinem bestandenen Führerschein ein neue Option von A nach B zu gelangen, habe mit meinem Abi die Schule abgeschlossen, bin offziell von einem Mädchen zu einer jungen Frau herangewachsen mit meinem achzehnten Gebutstag, habe im schönsten Erlanger Cafè (LaBarca) zu arbeiten begonnen, habe Zeit für Familie und Freunde gefunden, habe neue tolle Menschen (auf manchmal skurile) Weisen kennengelernt, habe mir die Möglichkeit gegeben mein Leben allen Möglichkeiten zu öffnen, und habe mich schließlich auf in das größte Abenteuer meines bisherigen Leben begeben.
Dieses hat mir bis jetzt so viel beigebracht, manchmal meine ich, sogar mehr als meine 12 Jahre Schulalltag, mir einige Schwierigkeiten bereitet und mich so an mir arbeiten lassen, mich geprägt, verändert und reifer werden lassen. Es zeigt mir wichtige und große Probleme, mit denen diese Welt zu kämpfen hat und zeigt mir, dass es Lösungen gibt, dass jeder Einzelne sowie er zu einem Problem beitragen auch zur Lösung beitragen kann. Egal wie klein ein solcher Beitrag ist, so groß kann doch auch seine Auswirkung sein, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in Mumbai, der in New York (?) einen Orkan auslöst.
Wenn wir das realisieren, steht uns die Welt mit all ihren Möglichkeiten offen und wir können lernen dieser Erde, die sie uns leben lässt, uns unsere Existenz ermöglicht, für all das unendlich dankbar zu sein und ihr so viel zurückzugeben wie möglich.
Geben und Nehmen, Nehmen und Geben. Dieses Balance gilt es zu halten.
So nehme ich nun all die Gedanken an, die manche von euch mir widmen, egal ob gut oder schlecht und so gebe ich euch nun all meine guten Wünsche und meine Liebe für das neue Jahr.
2014. Ein Jahr, in welchem sich so viel für mich verändert hat wie in kaum einem anderen.
Ich habe mit meinem bestandenen Führerschein ein neue Option von A nach B zu gelangen, habe mit meinem Abi die Schule abgeschlossen, bin offziell von einem Mädchen zu einer jungen Frau herangewachsen mit meinem achzehnten Gebutstag, habe im schönsten Erlanger Cafè (LaBarca) zu arbeiten begonnen, habe Zeit für Familie und Freunde gefunden, habe neue tolle Menschen (auf manchmal skurile) Weisen kennengelernt, habe mir die Möglichkeit gegeben mein Leben allen Möglichkeiten zu öffnen, und habe mich schließlich auf in das größte Abenteuer meines bisherigen Leben begeben.
Dieses hat mir bis jetzt so viel beigebracht, manchmal meine ich, sogar mehr als meine 12 Jahre Schulalltag, mir einige Schwierigkeiten bereitet und mich so an mir arbeiten lassen, mich geprägt, verändert und reifer werden lassen. Es zeigt mir wichtige und große Probleme, mit denen diese Welt zu kämpfen hat und zeigt mir, dass es Lösungen gibt, dass jeder Einzelne sowie er zu einem Problem beitragen auch zur Lösung beitragen kann. Egal wie klein ein solcher Beitrag ist, so groß kann doch auch seine Auswirkung sein, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in Mumbai, der in New York (?) einen Orkan auslöst.
Wenn wir das realisieren, steht uns die Welt mit all ihren Möglichkeiten offen und wir können lernen dieser Erde, die sie uns leben lässt, uns unsere Existenz ermöglicht, für all das unendlich dankbar zu sein und ihr so viel zurückzugeben wie möglich.
Geben und Nehmen, Nehmen und Geben. Dieses Balance gilt es zu halten.
So nehme ich nun all die Gedanken an, die manche von euch mir widmen, egal ob gut oder schlecht und so gebe ich euch nun all meine guten Wünsche und meine Liebe für das neue Jahr.
LASST ES KRACHEN!!!
Dienstag, 30. Dezember 2014
Merry HH-Ness!
| Bodenverzierungen |
| Unsere private kleine Weihnachtsfeier mit Lebkuchen, Stollen, Plätzchen...nur der Glühwein hat gefehlt :D |
Am 23.Dezember sehr früh
am Morgen klingelt mal wieder mein Wecker. Heute beginnen die Teachings des
Dalai Lama und wir wollen ja versuchen noch halbwegs vernünftige Plätze zu
ergattern zwischen ich weiß nicht wie vielen 100.000 Menschen. Und erneut habe
ich Glück, ich hab den meiner Meinung nach zweitbesten Platz erwischt, denn ich
sitze tatsächlich in der großen Halle und nicht irgendwo außerhalb, zwar recht
weit hinten und ohne Blick auf Seine Heiligkeit, dafür sitzen direkt vor mir
drei kleine Mönche. Naja, eher Kinder in Mönchsroben und ununterbrochen Unsinn
bauend. Der kleinste und ruhigste ist ca. 4 oder 5 Jahre alt und hat für einen
Tibeter recht große Kulleraugen. Und ich habe mich natürlich sofort verliebt in den
Kleinen, am liebsten hätte ich ihn eingesteckt und mitgenommen, so purzelig wie
er war. Schade, dass diese Möglichkeit
nicht gegeben war…
Die Unterweisungen selbst sind grandios, auch wenn es nur eine englische Übersetzung gibt und diese nicht immer unbedingt einwandfrei funktioniert. Die Atmosphäre, die tibetischen Gesänge und Gebete der Mönche lassen diese kleinen Hindernisse jedoch als nicht existent erscheinen.
Nebenbei ist mir übrigens Richard Gere über den Weg gelaufen, also wortwörtlich 1m vor mir, wenn man jedoch zwischen so vielen hohen tibetisch-buddhistischen Lehrer weilt und manchmal die Möglichkeit und die Ehre hat, mit ihnen zu sprechen und sogar als Gruppe zum Essen von ihnen eingeladen wird, ist das wirklich eher ein „Nebenbei“ (auch wenns natürlich trotzdem irgendwie cool war :D). Auch meine Freunde aus Singapur habe ich dort wiedergetroffen, was mich sehr freute.
Die Unterweisungen selbst sind grandios, auch wenn es nur eine englische Übersetzung gibt und diese nicht immer unbedingt einwandfrei funktioniert. Die Atmosphäre, die tibetischen Gesänge und Gebete der Mönche lassen diese kleinen Hindernisse jedoch als nicht existent erscheinen.
Nebenbei ist mir übrigens Richard Gere über den Weg gelaufen, also wortwörtlich 1m vor mir, wenn man jedoch zwischen so vielen hohen tibetisch-buddhistischen Lehrer weilt und manchmal die Möglichkeit und die Ehre hat, mit ihnen zu sprechen und sogar als Gruppe zum Essen von ihnen eingeladen wird, ist das wirklich eher ein „Nebenbei“ (auch wenns natürlich trotzdem irgendwie cool war :D). Auch meine Freunde aus Singapur habe ich dort wiedergetroffen, was mich sehr freute.
Die größte Ehre war für mich jedoch (auch irgendwie das absurdeste) am Heilig Abend der Stimme des Dalai Lama lauschen zu können, sein fröhliches Lachen zu hören... Merry HisHoliness! :)
Jedenfalls gab es viel zu
sehen, zu kaufen und zu erleben und am meisten wohl zu lernen.
Mein Thema (wir hatten netterweise Zettel verlost und meiner war zugegeben sehr passend) ist die Unbeständigkeit. Es gibt nun einmal nichts, was ewig ist, was beständig ist, alles ist vergänglich. Alles und Jeder. Und auch wenn das in unserer Gesellschaft immer betrauert wird, sollten wir lernen, dass es dafür keinen Grund gibt. Denn nur dadurch, dass etwas Altes vergeht, kann etwas Neues entstehen. Und vor diesem Neuen sollten wir uns nicht verschließen, denn egal ob gut oder schlecht, auch das wird wieder vergehen. So beginnt man glücklicher zu leben, wenn man dem Vergangenen für alles dankbar ist und es mit allen guten Wünschen gehen lässt und Entstehendes Willkommen heißt und ihm mit der Motivation entgegentritt, das Beste aus ihm rauszuholen.
So verändert alles und jeder seine Form, seine Sichtweise, sein Bestehen, so verändert sich alles in jedem Moment und so entsteht die Welt in jedem Augenblick neu.
Lass alles gehen, damit alles neu entstehen kann!
Gib deiner Welt die Möglichkeit in jedem Augenblick auf eine positive Weise neu zu entstehen!
Liebe!
Und sei glücklich!
Mein Thema (wir hatten netterweise Zettel verlost und meiner war zugegeben sehr passend) ist die Unbeständigkeit. Es gibt nun einmal nichts, was ewig ist, was beständig ist, alles ist vergänglich. Alles und Jeder. Und auch wenn das in unserer Gesellschaft immer betrauert wird, sollten wir lernen, dass es dafür keinen Grund gibt. Denn nur dadurch, dass etwas Altes vergeht, kann etwas Neues entstehen. Und vor diesem Neuen sollten wir uns nicht verschließen, denn egal ob gut oder schlecht, auch das wird wieder vergehen. So beginnt man glücklicher zu leben, wenn man dem Vergangenen für alles dankbar ist und es mit allen guten Wünschen gehen lässt und Entstehendes Willkommen heißt und ihm mit der Motivation entgegentritt, das Beste aus ihm rauszuholen.
So verändert alles und jeder seine Form, seine Sichtweise, sein Bestehen, so verändert sich alles in jedem Moment und so entsteht die Welt in jedem Augenblick neu.
Lass alles gehen, damit alles neu entstehen kann!
Gib deiner Welt die Möglichkeit in jedem Augenblick auf eine positive Weise neu zu entstehen!
Liebe!
Und sei glücklich!
Freitag, 26. Dezember 2014
Das Land der/s…?
Und wieder allein, wohl das erste Mal seit meiner Ankunft im Mindfulness-Project, und dennoch begleitet von all meinen Erlebnissen und Erinnerungen an die letzten Wochen, suche ich mir meinen Weg durchs Hotel zur Straße, durch den Flughafen (der eigentlich mehr an eine überteuerte Shoppingmeile erinnert) zum Gate und durchs Flugzeug zu meinem Sitzplatz. Nach etwas Verspätung heben wir ab und ich bereite mich geistig schon auf die größte Demokratie der Welt, das Land des Mülls und der Farben, das Land mit der riesigen Schere zwischen arm und reich, das Land, in welchem Kühe heilig sind und Frauen teilweise noch starke Unterdrückung erfahren, das Land mit der wohl größten kulturellen wie auch religiösen Vielfalt, das Land der Bollywoodfilme, -tänze und
-gesänge, das Land, welches mich von der Ferne immer auf eine ganz bestimmte Art fasziniert hat und welches mich jetzt, da mich nur noch wenige Stunden Flugzeit von ihm trennen, doch äußerst nervös werden lässt:
INDIEN.
| Flughafen in Mumbai |
| hübsch was?! |
| Ich werde fett...:( aber sooo lecker :D |
Ich merke mittlerweile, wie ich unterwegs sein will, wie sehr es mir gefällt so einfach und natürlich zu leben wie möglich. Ich brauche und will diesen Luxus, mit welchem sich manche Menschen so schmücken, nur weil sie ein verletztes Ego und zu viel Stolz besitzen, nicht. Ich will umweltbewusst, sozial, achtsam und glücklich leben, mehr denn je.
So bin ich voller Vorfreude auf der 6 stündigen Fahrt in unserem kleinen „Partybus“ auf Mundgod. Hier wohnen wir in einer Art Klosterstadt in eben einem dieser Klöster. Ich erkenne den Mönch, der sich um uns kümmert aus Singapur wieder und umgekehrt. Ein überraschendes Wiedersehen.
Warum nun aber sind wir als ganze Gruppe hier?
| Der Name "unseres" Klosterteils |
| Blick von "meiner" Dachterrasse in Mundgod |
Samstag, 20. Dezember 2014
Die Klänge von Bangkok
| Geordnete Version von Bangkok |
Nach dem Abschied von
Vinc, für mich der Hamburger Tänzer, den ich mit seinem Elan wohl sehr
vermissen werde, fahren wir nun nur noch zu dritt einmal um die halbe Insel um
den Pier zu erreichen, von welchem aus unsere Fähre zum Festland übersetzt.
Schon dort versuchen wir jemanden zu finden der uns nach Bangkok mitnimmt, denn
Bus fahren wäre ja langweilig und würde auch mehr Zeit in Anspruch nehmen, wie
wir mittlerweile wissen. Auf dem Festland angekommen versuchen wir den Fahrern,
ihren Wagen von der Fähre fahren unser Bangkokschild zu zeigen und tatsächlich
hält (mal wieder ein Polizeimensch) ein gut englischsprechender Thai, der uns
bis Chantaburi mitnimmt und dort an einer Tankstelle (einer unserer
Lieblingsplätze um mögliche Fahrer anzusprechen;) ) absetzt. Und keine 5
Minuten später finden wir uns in einem schicken, geräumigen Van eines recht
jungen, netten Chinesen wieder, der nach Bangkok fährt, sehr gutes und beinahe
akzentfreies Englisch spricht, uns Obst und typisch thailändische Eistee
spendiert, schon länger in Thailand lebt und Merlin und mich in unser Hotel
fährt und Casey bis zum Bahnhof mitnimmt. Zugegeben ich war schwer versucht ihn
auf die politische Lage in China, besonders in Tibet anzusprechen und ihn nach
seiner Meinung zu fragen, aber Schweigen ist ja bekanntlich Gold…
Vor dem Hotel also verabschiede ich mich von dem Chinesen, der erst noch einige Selfiestick-Bilder (Wuhuu, und ich durfte ihn halten :D:D:D ) von uns allen macht und dann von Casey mit der ich nun auch so lange unterwegs war und viel geteilt habe. Irgendwann werde ich sie mal in London besuchen.
Vor dem Hotel also verabschiede ich mich von dem Chinesen, der erst noch einige Selfiestick-Bilder (Wuhuu, und ich durfte ihn halten :D:D:D ) von uns allen macht und dann von Casey mit der ich nun auch so lange unterwegs war und viel geteilt habe. Irgendwann werde ich sie mal in London besuchen.
| China Town |
| Ohne Worte |
Tja und so sind wir nur
noch zu zweit. Im riesigen, verwirrenden, lauten und dennoch faszinierenden
Bangkok. Erstmal gehen wir baden, im Pool auf dem Dach (Danke, Maman et Papa ;)
) und im Anschluss genießen wir irregutes Essen beim Veganer um die Ecke, den
Merlin im Internet rausgesucht hat. Es gibt sogar veganes Eis, bei welchem ich
mir nicht mehr sicher bin, ob Italien da tatsächlich noch mithalten kann :D.
Am nächsten Tag will Merlin nach ein paar bestimmten Läden schauen und ich China Town und Little India erkunden, so trennen sich unsere Wege für den Nachmittag und ich finde mich wenig später in ca. 50cm breiten, von Menschen überfüllten Gassen wieder, links und rechts von Billigläden umgeben. Trotz alledem bahnen sich noch Fahrräder und Motorroller ihren Weg durch das enge Chaos. Ich hatte keine Erwartungen an China Town und ich habe gelernt mich auf dieser Reise über fast nichts mehr zu wundern, erstaunlich und so anders vom eigentlich mittlerweile gewohnten Thailand ist es dennoch. Nach einiger Zeit reicht mir dieses unendliche Gewirr aus Menschenmassen, die mich komischerweise etwas an den „Berch“ erinnern, wenn er zum brechen voll ist…:D so versuche ich meinen Weg nach Little India zu finden, was trotz meines nichtvorhandenem Orientierungssinns erstaunlich gut klappt. Jedoch wird Little India seinem Namen durchaus gerecht so klein wie es ist, so verbringe ich nicht allzu viel Zeit dort und mache mich, da es auch schon dämmert auf den Rückweg, lande in verschiedenen Einkaufshäusern wie auch am Tag davor und danach, aus denen ich jedoch so schnell wie möglich wieder fliehe, da sie sich nicht nur mit unglaublich schrecklicher Weihnachtsdeko schmücken, sondern auch noch fürchterlich schlechte Weihnachtslieder spielen. Da ist es fast ein Genuss den Lärm der Straße, der Menschen, der Autos und Roller wieder zu vernehmen. Abends landen wir nach langem Suchen letztendlich doch wieder bei unserem Veganer um die Ecke, der netterweise darauf verzichtet unsere Ohren mit billigen Weihnachtsliedern zu foltern. Und so bricht bald schon mein letzter Tag in Thailand an, mittags treffen wir uns noch mit einem Freund meiner Eltern, der uns zum Essen einlädt. Und anschließend brechen wir auf zu einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Meinen letzten Abend in diesem wundervollen Land, von welchen Deutschland so viel lernen könnte und welches gleichzeitig dennoch mit großen Problemen (man denke nur an die Unmengen von Plastikmüll, der auf offener Fläche überall verbrannt wird) kämpft, genieße ich noch einmal sehr, bevor ich mich am nächsten Morgen sehr früh von Merlin verabschiede, den ich so lieb gewonnen habe, dass es mir tatsächlich etwas wehtut, als ich die Tür hinter mir schließe. Hasta la vista…amigo.
Am nächsten Tag will Merlin nach ein paar bestimmten Läden schauen und ich China Town und Little India erkunden, so trennen sich unsere Wege für den Nachmittag und ich finde mich wenig später in ca. 50cm breiten, von Menschen überfüllten Gassen wieder, links und rechts von Billigläden umgeben. Trotz alledem bahnen sich noch Fahrräder und Motorroller ihren Weg durch das enge Chaos. Ich hatte keine Erwartungen an China Town und ich habe gelernt mich auf dieser Reise über fast nichts mehr zu wundern, erstaunlich und so anders vom eigentlich mittlerweile gewohnten Thailand ist es dennoch. Nach einiger Zeit reicht mir dieses unendliche Gewirr aus Menschenmassen, die mich komischerweise etwas an den „Berch“ erinnern, wenn er zum brechen voll ist…:D so versuche ich meinen Weg nach Little India zu finden, was trotz meines nichtvorhandenem Orientierungssinns erstaunlich gut klappt. Jedoch wird Little India seinem Namen durchaus gerecht so klein wie es ist, so verbringe ich nicht allzu viel Zeit dort und mache mich, da es auch schon dämmert auf den Rückweg, lande in verschiedenen Einkaufshäusern wie auch am Tag davor und danach, aus denen ich jedoch so schnell wie möglich wieder fliehe, da sie sich nicht nur mit unglaublich schrecklicher Weihnachtsdeko schmücken, sondern auch noch fürchterlich schlechte Weihnachtslieder spielen. Da ist es fast ein Genuss den Lärm der Straße, der Menschen, der Autos und Roller wieder zu vernehmen. Abends landen wir nach langem Suchen letztendlich doch wieder bei unserem Veganer um die Ecke, der netterweise darauf verzichtet unsere Ohren mit billigen Weihnachtsliedern zu foltern. Und so bricht bald schon mein letzter Tag in Thailand an, mittags treffen wir uns noch mit einem Freund meiner Eltern, der uns zum Essen einlädt. Und anschließend brechen wir auf zu einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Meinen letzten Abend in diesem wundervollen Land, von welchen Deutschland so viel lernen könnte und welches gleichzeitig dennoch mit großen Problemen (man denke nur an die Unmengen von Plastikmüll, der auf offener Fläche überall verbrannt wird) kämpft, genieße ich noch einmal sehr, bevor ich mich am nächsten Morgen sehr früh von Merlin verabschiede, den ich so lieb gewonnen habe, dass es mir tatsächlich etwas wehtut, als ich die Tür hinter mir schließe. Hasta la vista…amigo.
Mittwoch, 17. Dezember 2014
Abschied vom Meehr
Dort kommen wir an einem Pier an, der ausschließlich aus Shops besteht und so gern ich auch stehen bleiben würde und ausnahmsweise mal schauen würde ob ich nicht was kaufen will, so gewillt sind wir gleichzeitig alle erstmal eine Bleibe für die Nacht zu finden. Doch kurz vor dem Ende der Shoppingmeile sehe ich einen Laden aus den anderen hervorstechen. Hier gibt es nicht die üblichen Kleider, Hosen, Badesachen oder Obstsorten, Süßigkeiten und Souvenirs…nein der kleine Shop ist voller Malas, Buddhastatuen, handgemalte Mandalas und Thankas, alles im nepalesisch-tibetischen Stil. Wer mich also ein wenig kennt, weiß, dass es für mich beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist nicht stehenzubleiben. So beginne ich mich mit dem Besitzer zu unterhalten, ein sehr liebenswerter Nepalese aus Kathmandu, erzähle ihm, dass ich auch nach Nepal reisen will, lasse mir Tipps geben und letztenendes auch ein Resort für unseren Aufenthalt empfehlen: Hippy Hut… als wir dort ankommen traue ich meinen Augen nicht, das gesamte Resort ist in Rastafarben designt, mit abstrakten und kunterbunten Bob-Marley-Bildern verziert und mit Cannabisflaggen geschmückt. Die Besitzer sehen dementsprechend aus: Rastalocken (aber was für welche :D) Hippiehosen und sicher nicht clean aber megawitzig. Bei diesem Anblick höre ich gewisse Stimmen bereits in meinem Kopf sagen: „Na, da passte hin!“ (ich denke, die entsprechenden Leser werden sich schon angesprochen fühlen…:D) Ein bisschen eingelebt merke ich aber, dass die gesamte Insel diesen Touch hat, was mich sehr amüsiert und was ich sicher nicht erwartet habe. So gehen wir baden, haben etwas merkwürdige Begegnungen mit Affen, die uns unsere Bananen klauen
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