Samstag, 20. Dezember 2014

Die Klänge von Bangkok



Geordnete Version von Bangkok

Nach dem Abschied von Vinc, für mich der Hamburger Tänzer, den ich mit seinem Elan wohl sehr vermissen werde, fahren wir nun nur noch zu dritt einmal um die halbe Insel um den Pier zu erreichen, von welchem aus unsere Fähre zum Festland übersetzt. Schon dort versuchen wir jemanden zu finden der uns nach Bangkok mitnimmt, denn Bus fahren wäre ja langweilig und würde auch mehr Zeit in Anspruch nehmen, wie wir mittlerweile wissen. Auf dem Festland angekommen versuchen wir den Fahrern, ihren Wagen von der Fähre fahren unser Bangkokschild zu zeigen und tatsächlich hält (mal wieder ein Polizeimensch) ein gut englischsprechender Thai, der uns bis Chantaburi mitnimmt und dort an einer Tankstelle (einer unserer Lieblingsplätze um mögliche Fahrer anzusprechen;) ) absetzt. Und keine 5 Minuten später finden wir uns in einem schicken, geräumigen Van eines recht jungen, netten Chinesen wieder, der nach Bangkok fährt, sehr gutes und beinahe akzentfreies Englisch spricht, uns Obst und typisch thailändische Eistee spendiert, schon länger in Thailand lebt und Merlin und mich in unser Hotel fährt und Casey bis zum Bahnhof mitnimmt. Zugegeben ich war schwer versucht ihn auf die politische Lage in China, besonders in Tibet anzusprechen und ihn nach seiner Meinung zu fragen, aber Schweigen ist ja bekanntlich Gold…
Vor dem Hotel also verabschiede ich mich von dem Chinesen, der erst noch einige Selfiestick-Bilder (Wuhuu, und ich durfte ihn halten :D:D:D ) von uns allen macht und dann von Casey mit der ich nun auch so lange unterwegs war und viel geteilt habe. Irgendwann werde ich sie mal in London besuchen.
China Town
Ohne Worte
Tja und so sind wir nur noch zu zweit. Im riesigen, verwirrenden, lauten und dennoch faszinierenden Bangkok. Erstmal gehen wir baden, im Pool auf dem Dach (Danke, Maman et Papa ;) ) und im Anschluss genießen wir irregutes Essen beim Veganer um die Ecke, den Merlin im Internet rausgesucht hat. Es gibt sogar veganes Eis, bei welchem ich mir nicht mehr sicher bin, ob Italien da tatsächlich noch mithalten kann :D.
Am nächsten Tag will Merlin nach ein paar bestimmten Läden schauen und ich China Town und Little India erkunden, so trennen sich unsere Wege für den Nachmittag und ich finde mich wenig später in  ca. 50cm breiten, von Menschen überfüllten Gassen wieder, links und rechts von Billigläden umgeben. Trotz alledem bahnen sich noch Fahrräder und Motorroller ihren Weg durch das enge Chaos. Ich hatte keine Erwartungen an China Town und ich habe gelernt mich auf dieser Reise über fast nichts mehr zu wundern, erstaunlich und so anders vom eigentlich mittlerweile gewohnten Thailand ist es dennoch. Nach einiger Zeit reicht mir dieses unendliche Gewirr aus Menschenmassen, die mich komischerweise etwas an den „Berch“ erinnern, wenn er zum brechen voll ist…:D so versuche ich meinen Weg nach Little India zu finden, was trotz meines nichtvorhandenem Orientierungssinns erstaunlich gut klappt. Jedoch wird Little India seinem Namen durchaus gerecht so klein wie es ist, so verbringe ich nicht allzu viel Zeit dort und mache mich, da es auch schon dämmert auf den Rückweg, lande in verschiedenen Einkaufshäusern wie auch am Tag davor und danach, aus denen ich jedoch so schnell wie möglich wieder fliehe, da sie sich nicht nur mit unglaublich schrecklicher Weihnachtsdeko schmücken, sondern auch noch fürchterlich schlechte Weihnachtslieder spielen. Da ist es fast ein Genuss den Lärm der Straße, der Menschen, der Autos und Roller wieder zu vernehmen. Abends landen wir nach langem Suchen letztendlich doch wieder bei unserem Veganer um die Ecke, der netterweise darauf verzichtet unsere Ohren mit billigen Weihnachtsliedern zu foltern. Und so bricht bald schon mein letzter Tag in Thailand an, mittags treffen wir uns noch mit einem Freund meiner Eltern, der uns zum Essen einlädt. Und anschließend brechen wir auf zu einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Meinen letzten Abend in diesem wundervollen Land, von welchen Deutschland so viel lernen könnte und welches gleichzeitig dennoch mit großen Problemen (man denke nur an die Unmengen von Plastikmüll, der auf offener Fläche überall verbrannt wird) kämpft, genieße ich noch einmal sehr, bevor ich mich am nächsten Morgen sehr früh von Merlin verabschiede, den ich so lieb gewonnen habe, dass es mir tatsächlich etwas wehtut, als ich die Tür hinter mir schließe. Hasta la vista…amigo.



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Abschied vom Meehr


Nachdem wir Koh Mak und die dortige Ruhe nun hinter uns lassen, fahren wir mit dem Boot auf die größere und etwas belebtere Nachbarinsel um dort nochmal eine Nacht zu verbringen…oder auch 2.
Dort  kommen wir an einem Pier an, der ausschließlich aus Shops besteht und so gern ich auch stehen bleiben würde und ausnahmsweise mal schauen würde ob ich nicht was kaufen will, so gewillt sind wir gleichzeitig alle erstmal eine Bleibe für die Nacht zu finden. Doch kurz vor dem Ende der Shoppingmeile sehe ich einen Laden aus den anderen hervorstechen. Hier gibt es nicht die üblichen Kleider, Hosen, Badesachen oder Obstsorten, Süßigkeiten und Souvenirs…nein der kleine Shop ist voller Malas, Buddhastatuen, handgemalte Mandalas und Thankas, alles im nepalesisch-tibetischen Stil. Wer mich also ein wenig kennt, weiß, dass es für mich beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist nicht stehenzubleiben.
So beginne ich mich mit dem Besitzer zu unterhalten, ein sehr liebenswerter Nepalese aus Kathmandu, erzähle ihm, dass ich auch nach Nepal reisen will, lasse mir Tipps geben und letztenendes auch ein Resort für unseren Aufenthalt empfehlen: Hippy Hut… als wir dort ankommen traue ich meinen Augen nicht, das gesamte Resort ist in Rastafarben designt, mit abstrakten und kunterbunten Bob-Marley-Bildern verziert und mit Cannabisflaggen geschmückt. Die Besitzer sehen dementsprechend aus: Rastalocken (aber was für welche :D) Hippiehosen und sicher nicht clean aber megawitzig. Bei diesem Anblick höre ich gewisse Stimmen bereits in meinem Kopf sagen: „Na, da passte hin!“  (ich denke, die entsprechenden Leser werden sich schon angesprochen fühlen…:D) Ein bisschen eingelebt merke ich aber, dass die gesamte Insel diesen Touch hat, was mich sehr amüsiert und was ich sicher nicht erwartet habe. So gehen wir baden, haben etwas merkwürdige Begegnungen mit Affen, die uns unsere Bananen klauen
und genießen das Leben.
Auch bei meinem neuen nepalesischen Freund möchte ich nochmal vorbeischauen, worüber er sich sichtlich freut und Merlin und mich kurzerhand zu einem typisch nepalesischen Essen mittags einlädt, das seine Frau kocht. Sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo unglaublich lecker. Nach 2 weiteren Nächten muss jedoch mal ein neuer Plan gemacht werden, wie es weitergehen soll. Vinc will unter keinen Umständen nach Bngkok und entschließt sich noch etwas auf Koh Chang zu bleiben und Merlin später wieder zu treffen. Casey, Merlin und ich wollen am nächsten morgen nach Bangkok trampen, wo uns Casey verlassen wird um in den Süden zu fahren. Merlin und ich bleiben ein paar Tage zusammen in Bangkok, bis es für mich Donnerstag losgeht in für mich neue und unbekannte Bereiche dieser Welt...


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Im Paradies

Noch am Pier versuchen wir ein geeignetes Resort für die nächsten paar Tage zu finden, die letztendliche Wahl fällt auf das Suchanaree Resort, 10 kleine rote 2er-Bungalows direkt am Strand, in einer traumhaften Gartenanlage, direkt neben einem kleinen Dschungel. So sitze ich jetzt mal wieder morgens auf dem Balkon unseres (Caseys und meines) kleinen Bungalows, höre das Wellenrauschen, bin umgeben von exotischen, wunderschönen Pflanzen, lasse mir eine leichte Brise um die Nase wehen und sehe den Sonnenstrahlen zu, die ca. 15 m vor mir auf den türkisgrünblauen Wellen tanzen. Immer wieder findet man hier Kokosnüsse, die man sich einfach nehmen, öffnen und genießen darf.
So haben wir die letzten Tage hauptsächlich damit verbracht uns am Strand in Hängematten zu räkeln, zwischendurch ins Meer zu hüpfen, die unglaublichen Sonnenuntergänge, die den Himmel täglich zu verbrennen scheinen, zu beobachten und den von Millionen von Sternen überhäuften Nachthimmel nach gelegentlich vorbeiziehenden Sternschnuppen im Wasser stehend abzusuchen.
Am ruhig gelegenen weißen Sandstrand, lernt man auch immer wieder nette Menschen kennen (bisher nur Europäer) mit welchen wir uns ab und an zusammentun und was unternehmen, wie beispielsweise Kanufahren zur nächstgelegenen Insel, um uns von dort wieder einmal von einem traumhaften Sonnenuntergang verwöhnen zu lassen. Oder auf der anderen Seite der Insel von einem 500m langen  Pier ins kühlende Wasser zu springen, was gestern der Fall war. Von dort laufen wir auch wieder los um noch einem anderen Resort einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg kommen wir an riesigen Ananasfeldern vorbei, von denen wir am liebsten welche mitnehmen würden. Der Besitzer ist jedoch nur einige Meter entfernt, so entschließen wir uns zu fragen ob wir ihm vielleicht eine abkaufen können und kriegen stattdessen 5 geschenkt. Er zeigt uns sogar wie wir sie am besten essen können: am Stiel festhalten, schälen und danach wie einen Lolli oder einen Maiskolben verzehren. Eine kleine Sauerei aber auch ein Riesenspaß und jaaanz wichtig: superlecker!
Auch eine Polin haben wir kennengelernt, der Merlin und Vinc mit ihrer irren Kamera helfen, damit sie mit ihr umzugehen lernt. Was gestern früh dazu geführt hat, dass ich meinen ersten Modelauftrag für Strandportraits erhalten habe. Und auch wenn ich als Model wohl eher weniger tauge (was ein Glück, sonst müsste ich wohl noch anfangen hier zu hungern und auf meinen Schoko-Erdbeer-Smoothie zu verzichten :D), hat  Merlin doch ein paar ganz schöne Bilder von mir machen können.
Morgen früh werden wir wohl wieder Richtung Festland aufbrechen. Aber bis dahin habe ich noch einen wunderschönen, sonnigen Tag vor mir, den es zu genießen gilt. Daher wünsche ich jetzt mal ein schöne Vorweihnachtszeit, Grüße aus dem Paradies :D


Der Beginn meiner Modelkarriere...














...oder auch nicht :D

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Der Geburtstag des Königs

Nun ist es doch so weit, ich reise ab aus dem Mindfullnessproject mit vier weiteren Voluteers. Eine fährt nach Bangkok. Die anderen 3 (die 2 Hamburger Jungs und eine sehr lustige 33jährige Engländerin) wollen an die Ostküste, auf die Insel Koh Mak ursprünglich mit dem Zug. Ich habe mich entschieden mit ihnen mitzukommen. Es ist Freitag, der Geburtstag des thailändischen Königs, der hier einem Gott ähnlich gefeiert und verehrt wird. Nach einigen Tränen, vielen Umarmungen und guten Wünschen geht es mit gepackten Rucksäcken los, jedoch nicht mit dem Zug wie anfangs gedacht, nein, wir wollen die ganze Strecke bis an die Küste trampen. Und es geht auch gut los, denn direkt vor dem Projekthaus nimmt uns ein Dorfbewohner mit bis zur Hauptstraße und erspart uns so den 20 minütigen Fußmarsch. Auch an der Hauptstraße werden wir schnell ein Stück weiter mitgenommen bis zur nächsten großen Kreuzung. Mit unseren selbstbemalten Schildern und unserem ganzen Gepäck wollen wir erst mal Richtung Khon Kaen, weiter Richtung Korat, dann nach Sa Kaeo und von dort bis nach Trat, von wo uns ein Boot nach Koh Mak bringen soll. Nachdem ein freundlicher Polizist uns bis zu einer günstigen Stelle fährt um nach Korat trampen zu können, hält noch bevor der Polizist weiterfahren kann, schon der nächste Wagen. Der Fahrer, von Beruf Acid-Driver, will uns tatsächlich bis nach Korat mitnehmen auf seinem Weg nach Hause. Das sind ca. 4 Stunden Fahrt, so sind wir ihm sehr dankbar und laden unser Gepäck ein, das sich nun mit einem riesigen Rindschädel (teils noch blutig) den hinteren Teil des Wagens teilt, wir dürfen netterweise vorne Platz nehmen. Nach 4 Stunden Fahrt, schmerzenden Hintern und ca. 1 ½  Stunden vor Sonnenuntergang erreichen wir müde aber glücklich Korat. Nach einer kleinen Pause beschließen wir, dass es das Beste wäre auf die andere Seite der Stadt zu kommen und noch vor Sonnenuntergang dort jemanden zu finden der uns weiter mitnimmt in Richtung Süden. Tatsächlich finden wir eine junge Thai die uns in ihrem kleinen Viersitzer zu einer Tankstelle auf die andere Seite fährt. Ich kann kaum glauben, dass wir wenn auch sehr eng alle ins Auto passen samt Gepäck. Mittlerweile jedoch geht die Sonne langsam unter und wir stehen seit mindestens einer halben Stunde an der Tankstellen ohne jemanden zu finden der nach Sa Kaeo fährt, aber es bleibt uns auch nicht sehr viel mehr übrig als es weiter zu versuchen. Mit Erfolg. Der Fahrer, der ausnahmsweise sogar etwas Englisch spricht ist tatsächlich gewillt uns 120km weiterzubringen. Er besitzt ein großes bequemes Auto sodass wir alle leicht darin Platz finden.

nächtliches Trampen
Wieder habe ich das Gefühl, dass die Zeit fast verfliegt, so viel Spaß macht das Trampen, das Kennenlernen neuer Leute. Aber dann bin ich doch froh, als wir endlich in einem kleinen Ort nicht mehr allzu weit von Sa Kaeo aussteigen und ich mir mal wieder die Füße zu vertreten kann. Es ist mittlerweile 7 oder 8 Uhr und dunkel, wir beschließen hier zu essen, aber dennoch zu versuchen danach weiter zu trampen, denn wir haben ja schließlich die ganze Nacht Zeit.
Während meine 3 Begleiter den erstbesten Essenstand um ein paar Bath reicher machen, beschließe ich mir die Mini-Fress-Meile genauer anzusehen. Und diesmal ausnahmsweise dank meiner schlechten Thaikenntnisse und der schlechten Englischkenntnisse des Mädchens hinter dem Tresen führt sie mich kurzerhand an der Hand ins hinterste Eck des kleinen Lokals. Und als ich den Tisch erblicke an dem wir stehen bleiben, verstehe ich auch wieso, da sitzen 2 Thais und ein älteres weißes Pärchen. Engländer, die mich dank meines Akzents für eine Amerikanerin halten. :D
Sie helfen mir vegetarisches Essen zu bestellen und empfehlen mir eines der besten Essen, die ich seit meiner Zeit hier gegessen habe. Ich unterhalte mich sehr gut  mit ihnen und nach einiger Zeit kommt auch Merlin (einer der Jungs) hinzu und dann werden wir beide netterweise auch noch eingeladen und uns wird angeboten dass sie uns ein Zimmer buchen in einem Hotel der Familie der Thais, dankend lehnen wir ab denn wir wollen die Nacht ja nutzen. Nachdem ich Caroline (die englische Lady, …ja Mami: sie heißt wie du und ist dir mit folgendem sogar ähnlich :D :*) versprechen muss, dass ich gut auf mich aufpassen werde während meiner Reise, geht es wieder zurück Richtung Straße. In der Dunkelheit wird es schwieriger, denn auch herrscht nun weniger Verkehr, da sich der Feiertag dem Ende nähert. Jedoch haben wir wieder Glück und werden von einem jungen Pärchen nach einiger Zeit bis nach Sa Kaeo mitgenommen. Während die Jungs hinten mit den Rucksäcken auf der Ladefläche sitzen, dürfen Casey und ich im Wagen sitzen und werden mit superleckerem Obst verköstigt. Und wieder, wie schon gewohnt: Vielen lieben Dank – Viel Glück – Danke und gute Heimfahrt…und Ausschau halten nach dem nächsten möglichen Fahrer. Diesmal ist es eine Art offener Mini-Doppeldecker, auf welchem wir sogar oben Platz nehmen dürfen. Es ist bei ca 100km/h nachts aber doch sehr windig und kalt wie wir schmerzlich feststellen müssen aber dafür kommen wir immerhin bis nach Trat, die letzten drei Stunden unserer Reise…angeblich. 15 min später stellen wir nämlich fest, dass wir früher austeigen müssen und zwar immer noch in Sa Kaeo, bei einer kleinen Polizeistation.
Tja, aber alles halb so wild, es ist die richtige Straße nach Trat und bei der Polizei sind wir sicher…diese netten Asiaten. So wird uns auch angeboten bei der Polizei zu schlafen und erst am nächsten morgen loszufahren und wieder lehnen wir ab…wir wollen weiter.
Für so verrückt die Thais (neben den Polzisten sind auch ein paar Betrunkene neugierig geworden) uns auch halten müssen, sie wollen uns helfen. So beginnen Sie die komplette Straße zu sperren und jedes einzelne Auto anzuhalten um zu fragen ob sie nach Chantaburi oder Trat fahren. Wir 4 wissen gar nicht so recht wie uns geschieht um 11 Uhr nachts, jedenfalls haben wir dank den lieben Polzisten wohl mehr Glück, denn wir dürfen wieder in ein Auto steigen, das uns bis nach Chantaburi bringt, nein bis zur nächsten Polizei (und Militär)Station 30 km vor Chantaburi.
Irgendwo im Nirgendwo
Diesmal sitzen wir jedoch fast 2 stunden rum, da es diesmal ein irgendwo im nirgendwo ist. Es gibt 2 Läden und einen kleinen Tempel und ansonsten Fluss und Dschungel um uns herum. Schließlich irgendwann um 3 Uhr nachts, mittlerweile sind wir seit  22 Stunden auf und spüren das auch so langsam, nimmt man uns nach Chantaburi mit. Immernoch überwältigt von den Ereignissen des Abends und der Nacht machen wirs uns auf der Ladefläche so bequem wie möglich und beginnen abwechselnd Karaoke zu singen. Nach ich hab keine Ahnung mehr wie vielen Minuten oder Stunden, da mein Zeitgefühl schwindet, landen wir in Chantaburi. Hier laufen wir mitsamt Gepäck etwas durch die Straßen und versuchen ein Schild Richtung Trat zu finden, was zum Glück nicht schwer ist, genauso wenig wie wieder einen netten, englischsprechenden (!!!) Thai, ein Photograph und Kameramann aus Bangkok, vor dessen Kamera zur Zeit Nicole Kidman (soweit ich mich entsinne, ich war todmüde zu dem Zeitpunkt) stehen soll, diesmal aufzutreiben, der uns bereitwillig bis zum Highway fährt. Hier können wir dank dieser irrenetten Thais beinahe einfach umsteigen in einen Wagen, der uns endlich und tatsächlich im Sonnenaufgang, den ich leider verschlafen habe, nach Trat bringt und durch Vincents Courage und Elan sogar letztendlich bis zum Pier, an dem das Boot vormittags nach Koh Mak übersetzen soll.
Geschafft!!!
Alle Müdigkeit scheint wie verflogen als wir aus dem Auto steigen, denn vor und neben uns sehen wir türkisblaues Meer, grüne Inseln und die wärmende Sonne. Umarmungen, Photos bis zum Umfallen, Lachen. Wir haben es geschafft und wir sind unglaublich glücklich.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Die Qual der Wahl

Bei der Reisernte
Ein Kommen und Gehen, ständige Abschiede von Menschen, die man in sein Herz geschlossen hat, aber auch Freude über (fast :D) jeden Neuling, welchen man hoffentlich bald in sein Herz schließt.
Seit mehr als drei Wochen bin ich nun schon beim Mindfullness-Project, habe gekocht, gelernt wie man Ökobricks herstellt und Powerballs (wohl eine der besten Süßigkeiten, die diese Welt kennt ;)) macht, habe Häuser gesäubert, Bäume gepflanzt, Toiletten geputzt und...ach ja die freiwillige Reisernte am Nachmittag, ursprünglich für 1h angesetzt, jedoch wie im Nachhinein festgestellt auf 7h ausgeweitet...
Und zwischendrin dafür Konzerte, Meditation, Yoga, Nachtmärkte und Hängematten genossen :)
Ich liebe Trampen!!! :D
So habe ich natürlich die Möglichkeit noch bis mitte Dezember hierzubleiben, aber irgendwie ist es an der Zeit mal etwas mehr noch von Thailand zu sehen, nur ist Thailand groß...sehr groß. Da ist also die Frage weiter in den Norden, mit einer Voluteer von hier nach Chiang Mai und von dort allein weiter bis zum goldenen Dreieck, oder einfach auf dem Weg nach Bagnkok ein paar Stops einlegen z.B. in Korat oder im ältesten Nationalpark Thailands oder mit unseren 2 Hamburgern runter in den Süden zu den Inseln und ein paar Tage ausspannen...? Ich weiß es noch nicht...Wir werden schon sehen ;)