So vergehen die Tage leider auch viel zu schnell auf Ko Mak und bald schon bringt uns ein Speedboat zurück zum Festland. Das bedeutet für uns beide das letzte Mal Strand, Meer und Paradies für eine längere Zeit. Aber auch hier bin ich überzeugt, dass ich zurückkommen werde.
...ist mein Reisetagebuch für all die lieben Menschen, die es interessiert, wie ich wo mit wem die nächsten Monate verbringe, für die, die sich um mich sorgen und für die, die froh sind mich los zu sein, für die, die selbst gern reisen und sich vielleicht inspirieren lassen wollen und auch für die Stubenhocker, die sich lieber nur die Geschichten anhören oder selbst lesen und ganz besonders für die Menschen, die ich liebe. Have fun :)
Dienstag, 24. März 2015
Paradies II
So vergehen die Tage leider auch viel zu schnell auf Ko Mak und bald schon bringt uns ein Speedboat zurück zum Festland. Das bedeutet für uns beide das letzte Mal Strand, Meer und Paradies für eine längere Zeit. Aber auch hier bin ich überzeugt, dass ich zurückkommen werde.
Sonntag, 22. März 2015
Ein Wiedersehen
Nach 2 Nächten in Pai geht es also wieder 726 Kurven zurück nach Chiang Mai und von dort mit dem Nachtbus nach Bangkok (die dritte Nacht in Folge mit herzlich wenig Schlaf...).
Um 4 Uhr früh stehe ich also am Northern Bus Terminal und bin mal wieder in Bangkok, schnappe mir ein viel zu teures Taxi (sowohl Skytrain als auch MRT sind leider etwas zu weit weg) und lasse mich an den Flughafen fahren. Aber Nein, so Leid es mir tut, auch wenn sich meine Reise dem Ende nähert, noch fliege ich nicht zurück ins kalte Deutschland, nein, ich will ledliglich jemanden abholen. Jemanden den ich ca. einen Monat nicht gesehen habe, jemand mit blonden Dreads, jemand der mir am Flughafen lachend entgegenstürmt und den es dabei vor ebenso großer Freude wie meiner erstmal auf den Boden legt, jemand der auf den Namen Luis hört.
Das mit seinem Indienvisum ist mal wieder problematisch, so dass er mich kurzerhand in Thailand besucht. Und los gehts: Wir wollen nämlich sofort aufbrechen Richtung Meer, naja...fast sofort. Erstmal gibts Frühstück und ich zeige ihm ein bisschen wie Bangkok funktioniert. Später am Tag schnappen wir uns einen Bus, der uns nach Trat bringt, denn ich will nochmal ein bisschen Urlaub machen und dafür eignet sich natürlich nichts besser als mein Paradies an der Ostküste.
Doch ist es bereits zu spät, es fahren keine Boote mehr, so entschließen wir uns die Nacht am Pier zu verbringen. Unter dem Sternenhimmel und mit dem Klang des rauschenden Meeres in den Ohren (und für mich auch nach 3 beinahe schlaflosen Nächten) schlafen wir schnell ein und können am nächsten morgen halbwegs ausgeschlafen nach Ko Chang übersetzen. Hier führe ich Luis in die Hippy Hut, die mir in guter Erinnerung geblieben ist und dessen Rastamanager mich auch gleich wiedererkennt. Die kommenden Tage leihen wir uns einen Roller und fahren von Strand zu Strand und von Bar zu Bar, genießen die traumhaften Sonnenuntergänge und die reifen, leckeren Mangos, werden abwechselnd vom Meer und vom Regen nass und lassen es uns einfach nur gut gehen. :)
| Ein Happy-Looking-Luis :D |
| Unser hübscher Roller |
| Wunderschön!!! |
| Grüße nach Deutschland :P |
Freitag, 20. März 2015
Zwischen Backpackern und Hippies
| Tempelanlage in Pai |
Samstag, 7. März 2015
Über Märkte, Elephanten und vieles mehr...
So eine thailändische SleeperClass hat ja fast nichts mit einer indischen gemein. Natürlich werden auch hier einfach die Sitze zu Betten umfunktioniert, jedoch gibt es hier Bettbezüge, Vorhänge, Kopfkissen und Durchsagen vom Schaffner, der jedesmal wirkt als würde er sich innerlich kringelig lachen, wenn er Englisch spricht. Ich verbringe also eine erstaunlich angenehme Nacht und komme relativ ausgeschlafen morgens in Chiang Mai an.
Ein Zimmer ist schnell gefunden, da ein Bekannter meiner Familie hier ein Guesthouse besitzt und um ehrlich zu sein, ich hatte auf der ganze Reise kein bunteres geschweige denn cooleres Zimmer. Am Abend laufe ich zum Sonntagsmarkt, der sich 2 riesige Straßen entlangstreckt. Ich habe deutlich eine Schwäche für die Märkte in Thailand...:D
Am nächsten Morgen freunde ich mich mit einem Holländer an und lass mich ein bisschen von ihm durch die Altstadt führen. Gegen abend wollen wir auf eine Nachtsafari und in dem Glauben, dass es sich tatsächlich um eine Art Safari handelt, muss ich jedoch dort enttäuscht feststellen, dass es einfach nur ein Zoo ist mit eingesperrten, nicht fair behandelten Tieren durch den man zum Teil sogar gefahren wird.
Für einen Zoo ist dieser sicherlich noch einer der besseren, aber wer Tiere lieber in Freiheit oder artgerechter Behandlung sieht, sollte auf diesen Besuch verzichten.
Der Tag drauf ist noch etwas entspannter, da ich die kommenden Tage trekken gehen möchte, nachdem das in Nepal ja nicht geklappt hat. Also erstmal in aller Ruhe frühstücken, dann eine Öl-Massage und Abends zum Night Bazaar (Jaa, ich hab doch schon zugegeben das ich Thai-Märkte liebe...:D), das Nötigste zusammenpacken, schlafen und ab gehts.
Erstmal mit dem Transporter raus aus Chiang Mai Richtung Bergwelt und dann weiter per Fuß bei gefühlten 40° im Schatten (tatsächlich waren es wohl nur 36°C oder so :D) den Berg rauf. Am späten Nachmittag erreichen wir das Lahu-Dorf in welchem wir die Nacht verbringen werden.
Unser (wir sind zu 5t) Guide stellt sich als einer der witzigsten Überlebensküstler heraus, die ich bisher kennengelernt habe. Dieser führt uns am 2ten Tag wunderschöne, zum Teil aber auch ziemlich abartige Wege, die mal auf mal abwärts gehen, uns an Wasserfällen zum Abkühlen vorbeiführen und schließlich an unserem Nachtlager für die 2te Nacht enden. Dieses ist ein Elephantencamp, klingt jedoch schlimmer, als es in Wahrheit ist: Denn im Gegensatz zu Ayutthaya liegt dieses "Camp" an einem breiten Fluss. Am gegenüberliegenden Ufer beginnt der dschungelartige Berghang, hier können die Elephanten ab dem späteren Nachmittag (16 Uhr oder so) bis zum nächsten morgen um ca. 9 oder 10 Uhr machen was sie wollen. Es gibt keinen Zaun oder ähnliches und beim Flussbaden hilft man den Dickhäutern, damit sie überall abgekühlt werden, mir scheint dies hier humaner als fast jeder deutsche Pferdestall.
Um 10 Uhr gehts dann los mit dem Reiten und wir sind die ersten. Für mich gilt das wortwörtlich den ich darf auf dem "Leitelephanten" sitzen, und zwar nicht auf so einer dämlichen Bank, sondern direkt auf der rauen Haut im Nacken dieses riesigen wundervollen Tieres. Das erfordert zum Teil relativ viel Gleichgewicht und fühlt sich an wie Bauchtanz, ist aber super. Danach ist Rafting angesagt. Hab ich nie gemacht, werde ich aber definitv wieder tun!
Zum Schluss noch Bambooing, wobei wir hier lediglich auf zusammengebundenen Bambushölzern sitzen und uns vom Fluss treiben lassen, sehr relaxed und schön. Tja, und damit heißts auch schon wieder ciao Natur, Welcome Stadtleben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall und als Belohnung bekomme ich sogar von meinem Guesthouse noch ein Thaimassage spendiert, ein Wohltat...:D
Back in Chiang Mai habe ich heute nun auch endlich einen Thai-Kochkurs gemacht und bin jetzt so dermaßen vollgefressen, dass ich jetzt nen Mittagsschlaf brauche.
Sorry :D
| Tempel in Chiang Mai |
Am nächsten Morgen freunde ich mich mit einem Holländer an und lass mich ein bisschen von ihm durch die Altstadt führen. Gegen abend wollen wir auf eine Nachtsafari und in dem Glauben, dass es sich tatsächlich um eine Art Safari handelt, muss ich jedoch dort enttäuscht feststellen, dass es einfach nur ein Zoo ist mit eingesperrten, nicht fair behandelten Tieren durch den man zum Teil sogar gefahren wird.
Für einen Zoo ist dieser sicherlich noch einer der besseren, aber wer Tiere lieber in Freiheit oder artgerechter Behandlung sieht, sollte auf diesen Besuch verzichten.
| Ausblicke beim Wandern |
Erstmal mit dem Transporter raus aus Chiang Mai Richtung Bergwelt und dann weiter per Fuß bei gefühlten 40° im Schatten (tatsächlich waren es wohl nur 36°C oder so :D) den Berg rauf. Am späten Nachmittag erreichen wir das Lahu-Dorf in welchem wir die Nacht verbringen werden.
| Unser Guide |
| Erfrischung gefällig?! |
| Elephant beim Baden im Fluss |
Zum Schluss noch Bambooing, wobei wir hier lediglich auf zusammengebundenen Bambushölzern sitzen und uns vom Fluss treiben lassen, sehr relaxed und schön. Tja, und damit heißts auch schon wieder ciao Natur, Welcome Stadtleben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall und als Belohnung bekomme ich sogar von meinem Guesthouse noch ein Thaimassage spendiert, ein Wohltat...:D
Back in Chiang Mai habe ich heute nun auch endlich einen Thai-Kochkurs gemacht und bin jetzt so dermaßen vollgefressen, dass ich jetzt nen Mittagsschlaf brauche.
Sorry :D
| Das hab ich gekocht!!! :D |
Freitag, 6. März 2015
Das siamesische Reich
Ayutthaya. Die alte Hauptstadt Siams ist eigentlich ein Art Insel mitten im Festland. Sie liegt am Zusammenfluss von 3 Flüssen: Mae Nam Chao Praya, Mae Nam Pa Sak und Mae Nam Lop Buri.
Die Siamesische Herrschaft dauerte ca. 400 Jahre an bis 1767 die Birmanen Ayutthaya eroberten und zerstörten. Und genau in dieser Stadt befinde ich mich nun. Um die Altstadt, welche eigentlich nur aus einem Ruinenfeld von Tempeln und Gräbern und Palastteilen besteht, die jedoch zum UNESCO-Welterbe gehören, hat sich das neue Ayutthaya gebildet. Betonbauten, Märkte, Straßenhunde...das übliche eben. Der Geschichtspark jedoch ist ganz anders, hier kann man den lieben langen Tag durch die verschiedensten Überbleibsel dieses einst so mächtigen Reiches schlendern, zum Großteil zerstörte Buddhastatuen photographieren, den Japanern, Koreanern, Chinesen o.ä. bei Selfieschießen zugucken oder die Elephanten, die als Touristenattraktion dienen, bedauern.
Diese Elephanten haben keinerlei Freiraum, werden geschmückt um dann als Reittier für 10m am Straßenrand die selfie-schießenden Chinesen, Koreaner und Japaner zu unterhalten. Das Wort "artgerecht" scheint diesen Menschen wohl fremd zu sein.
Um diese Insel herum stehen jedoch in jeder Himmelsrichtung auch noch einige Ruinen, die ich gerne sehen will. So leihe ich mir 2 Tage lang ein Rad und erkunde den wichtigsten Teil des alten Siams. Am zweiten habe ich leider etwas Pech, denn gerade als ich weitmöglichst von meinem Guesthouse entfernt bin zieht ein Gewitter heran. Also nix wie zurück, nur schaffe ich es natürlich nicht rechtzeitig und suche mir bereits halb durchnässt einen kleinen Tempel als Unterstand. Hier verbringe ich eine geschlagene Stunde, während genau über mir eines der heftigsten Gewitter tobt, die ich je erlebt habe. Definitiv eine spannende Erfahrung, aber auf diese Weise nicht wirklich empfehlenswert.:D
Zum Glück lässt es dann jedoch tatsächlich etwas nach, sodass ich noch rechtzeitig meinen Nachtzug nach Chiang Mai erwische.
| Ruinen Ayutthayas |
Diese Elephanten haben keinerlei Freiraum, werden geschmückt um dann als Reittier für 10m am Straßenrand die selfie-schießenden Chinesen, Koreaner und Japaner zu unterhalten. Das Wort "artgerecht" scheint diesen Menschen wohl fremd zu sein.
| "Die Wurzel des Weges..." |
Zum Glück lässt es dann jedoch tatsächlich etwas nach, sodass ich noch rechtzeitig meinen Nachtzug nach Chiang Mai erwische.
| Liegender Buddha mit Weltuntergang im Hintergrund |
Donnerstag, 26. Februar 2015
Back in Bangkok
Thailand. Ich liebe Thailand einfach. Es ist einfach toll hier!
Indien hat mich unglaublich fasziniert, Nepal hat mich etwas versarscht und dennoch, oder genau deswegen werde ich zurückkommen. Und ich will diese Länder auch nicht vergleichen, denn das ist nicht wirklich möglich, aber ich liebe Thailand. Und ich liebe Bangkok, ein riesige, verwirrende und moderne Stadt, doch hat man sie erstmal durchschaut, macht es unglaublich viel Spaß ein paar Tage dort zu verbringen. :)
Zugegeben ich habe mich nach Nepal und Indien, Länder, die sich sprachlich, kulturell und religiös doch zumindest etwas ähneln, noch nicht wieder ganz eingelebt. Ständig sagt mein Mund Worte wie "Namaste" und "Danyabad" anstatt "Sawadikah" und "Kapkunkah". Oder ich suche in der Speisekarte verzweifelt nach Chai, Lassi, Paneer oder Dhal anstatt nach Iced ThaiTea, Red Curry oder Pad Thai. Oder ich wundere mich wenn ich morgens aufwache, warum es mich nicht friert, wenn ich aus dem Bett krabbel (es hat täglich 35° C...).
Ansonsten freue ich mich dennoch einfach wieder Gast in diesem wunderschönen Land sein zu können, so sehr mir Dinge aus Indien und Nepal auch fehlen mögen. :D
| Bangkok bei Nacht |
Zugegeben ich habe mich nach Nepal und Indien, Länder, die sich sprachlich, kulturell und religiös doch zumindest etwas ähneln, noch nicht wieder ganz eingelebt. Ständig sagt mein Mund Worte wie "Namaste" und "Danyabad" anstatt "Sawadikah" und "Kapkunkah". Oder ich suche in der Speisekarte verzweifelt nach Chai, Lassi, Paneer oder Dhal anstatt nach Iced ThaiTea, Red Curry oder Pad Thai. Oder ich wundere mich wenn ich morgens aufwache, warum es mich nicht friert, wenn ich aus dem Bett krabbel (es hat täglich 35° C...).
Ansonsten freue ich mich dennoch einfach wieder Gast in diesem wunderschönen Land sein zu können, so sehr mir Dinge aus Indien und Nepal auch fehlen mögen. :D
Sonntag, 22. Februar 2015
Eklai??
...ist Nepali und bedeutet "allein". Und allein bin ich nun wieder in Dhulikhel, weiter kam ich leider nicht, da am 17.02. scheinbar Lord Shivas Geburtstag (oder die Hochzeit, da war leider die Verständigung etwas ungenügend) zelebriert wird und daher nur wenig Busse fahren. Glücklicherweise finde ich aber ein sehr süßes Guest House, das eine kleine Kunstgalerie besitzt und glücklicherweise soll man von diesem Ort eine tolle Aussicht auf den Himalaja haben, doch unglücklicherweise hängt viel zu viel Smog, Wolken und Nebel in den Bergen, so dass man nichts sieht.
So nutze ich den Nachmittag um Dhulikhel zu erkunden. Die Altstadt ist sehr hübsch mit ihren Schreinen und Tempeln, allerdings habe ich mich daran schon etwas gewöhnt. Das was tatsächlich auffällt ist der Geruch, sehr grün...(Grasrauchen ist für diesen Feiertag offiziell legalisiert worden).
Relativ früh begebe ich mich ab ins Bett, ich will schließlich am nächsten morgen früh los richtung Tibet oder zumindest richtung Grenze, und bis dort sind es noch über 130 km. Das mag für Deutschland ein Katzensprung sein, aber in Nepal sitzt man da schon mal 7 Stunden im Bus.
Also auf nach Tatopani (berühmt für seine heißen Quellen und kurz vor der Grenze). Die einzige Straße dorthin nennt sich Arniko Highway, der anfangs tatsächlich relativ human gebaut zu sein scheint, was soviel heißt wie, dass er einer nicht ganz schlechten Landstraße gleicht (nur natürlich viel kurviger). Das bleibt jedoch nicht so, nach kurzer Zeit wird das ganze immer spannender und schweißtreibender. Denn wenn so ein Bus, der in Deutschland höchstens in einem Museum zugelassen wäre, auf einer 2-3 Meter breiten Straße versucht einen LKW zu überholen und dabei vielleicht 2cm Platz bis zum 200m abfallenden Abgrund lässt, wird man als autobahngewohnter Deutscher ziemlich schnell sehr blass. Wenn dieser Bus dann aber auch diese 2cm weglässt und der halbe Reifen bereits über der Kante hängt, wirds echt angsteinflößend, was nicht heißen soll, dass das Ganze nicht noch mehr gesteigert werden kann. Hierfür nimmt einen noch recht neuen Steinschlag, der erst allmählich wieder durchfahrbar gemacht wird, fügt Blitz, Donner und ein paar schwarze Wolken hinzu, aus welchen sintflutartige Wassermassen herabfallen, die die Schotterpiste namens Highway unter Wasser setzen. Für weitere Adrenalinausschüttung lässt man nun noch die Windschutzscheibe so von innen beschlagen, dass wirklich gar nichts mehr zu sehen ist, macht die Seitenfenster undicht, sodass alles nass wird und lässt den Busfahrer trotzdem fröhlich weiter "The Fast & the Furios" spielen. Als kleinen Bonus lässt man es nun noch langsam dunkel werden, fertig ist die Geisterbahn namens "Busfahrt in Nepal".
"Man ist nur einen Atemzug vom Tod entfernt" (S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche), mir war dieser Satz wohl noch nie vorher so präsent wie in dieser letzten Stunde, bevor ich in Barhabise aussteige und mir ein Guest House suche, da ich sowieso noch nie ein großer Fan von Geisterbahnen war und von dieser schon gar nicht.
Also am nächsten morgen wieder früh raus und in den nächsten Bus weiter bis nach Tatopani. Ab hier bildet der Tibet River die Grenze, an welchem ich bis zur sogenannten "Freundschaftsbrücke" (welche eine Lüge -.-), dem einzigen offiziellen Grenzübergang von Nepal nach Tibet bzw. China, entlanglaufe.
In Kodari (der Grenzort) suche ich mir einen vor chinesischen Beamten und Soldaten geschützten Ort und schieße ein paar Photos. Zugegeben bis ganz zum Grenzposten habe ich mich nicht vorgewagt, dafür misstraue ich meiner manchmal etwas vorlauten und provozierenden Klappe zu sehr.
Träume hat jeder und ich habe viele. Einer, mit recht hoher Priorität ist, nach Tibet zu reisen und nie vorher war ich diesem Traum so nahe, dass es kaum näher geht. Mir bedeutet dieser Trip unglaublich viel und ich nutze jeden Moment davon in vollen Zügen aus, bevor ich mich wieder in den Bus setzen muss und bis nach Dhulikhel zurückfahre, weg von der Grenze, weg von Tibet, weg von meinem Traum.
Erneut gehe ich früh schlafen, denn wieder einmal heißt es für mich früh aufstehen.
Diesmal um den Sonnenaufgang vom Kalischrein auf dem nahegelegenen Gipfel aus zu beobachten in der Hoffnung endlich auch mal einen klaren Blick auf das Dach der Welt zu haben. Natürlich wird diese Hoffnung wiedermal enttäuscht und ich laufe bald wieder los weiter ins 12km entfernte Namobuddha. Hier stehen eine bedeutende Stupa und ein wunderschönes buddhistisches Kloster. Auf meinem Weg dorthin passiere ich immer wieder kleine Dörfchen oder auch nur einzelne Häuser, deren recht arme Bewohner von ihrer Landwirtschaft leben. Jeder aber freut sich hier, dass man vorbeikommt, dass man grüßt und scheinbar einfach dass man existiert. So werde ich von ein paar Frauen auf ein Teepause eingeladen, die ich dankbar annehme (mittlerweile weiß ich mich mit Händen und Füßen zu verständigen :D).
Und (eig. seit Gorkha) bis zu diesem Zeitpunkt werde ich ständig eines gefragt: Eklai? Und jedesmal antworte ich lächelnd: Eklai. Ganz ungläubig werde ich angeschaut und gefragt: No Saathi? (kein Freund) die Antwort: No saathi, eklai. und besonders Frauen sehen plötzlich ganz mitleidig aus.
Nach einigen Minuten läuft ein Mann vorbei, der nicht allzu nepalesisch aussieht. Antonio aus Equador. Ein netter Latino, mit dem ich den restlichen Tag verbringe oder eher wandere, denn in Namobuddha gibt es keine gute Möglichkeit um zu bleiben, was heißt wir laufen zurück nach Dhulikhel.
Und in diesen Stunden werde ich nicht einmal mehr mitleidig angeschaut, obwohl mir nach 20 km dann doch anfangen die Füße wehzutun, aber ich bin ja nicht mehr eklai :D
Tja und damit ist meine Zeit in Nepal auch schon fast um. Am nächsten Tag fahre ich zurück nach Kathmandu, lege noch einen Shoppingtag ein, den ich beinahe komplett mit einer superlieben Malaiin verbringe (Shoppen macht zu zweit schon einfach echt viel mehr Spaß :D) und morgen heißt es dann für mich auch schon wieder: Byebye Dach der Welt, mit deinen weißen Gipfeln, die du gut vor mir versteckt hast, aber keine Sorge ich habe noch nicht aufgegeben: Ich komme wieder :P :D
| Straße in Dhulikhel |
Relativ früh begebe ich mich ab ins Bett, ich will schließlich am nächsten morgen früh los richtung Tibet oder zumindest richtung Grenze, und bis dort sind es noch über 130 km. Das mag für Deutschland ein Katzensprung sein, aber in Nepal sitzt man da schon mal 7 Stunden im Bus.
| Der riesige Steinschlag bei gutem Wetter |
"Man ist nur einen Atemzug vom Tod entfernt" (S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche), mir war dieser Satz wohl noch nie vorher so präsent wie in dieser letzten Stunde, bevor ich in Barhabise aussteige und mir ein Guest House suche, da ich sowieso noch nie ein großer Fan von Geisterbahnen war und von dieser schon gar nicht.
Also am nächsten morgen wieder früh raus und in den nächsten Bus weiter bis nach Tatopani. Ab hier bildet der Tibet River die Grenze, an welchem ich bis zur sogenannten "Freundschaftsbrücke" (welche eine Lüge -.-), dem einzigen offiziellen Grenzübergang von Nepal nach Tibet bzw. China, entlanglaufe.
| Grenzfluss mit Blick auf Tibet |
Träume hat jeder und ich habe viele. Einer, mit recht hoher Priorität ist, nach Tibet zu reisen und nie vorher war ich diesem Traum so nahe, dass es kaum näher geht. Mir bedeutet dieser Trip unglaublich viel und ich nutze jeden Moment davon in vollen Zügen aus, bevor ich mich wieder in den Bus setzen muss und bis nach Dhulikhel zurückfahre, weg von der Grenze, weg von Tibet, weg von meinem Traum.
Erneut gehe ich früh schlafen, denn wieder einmal heißt es für mich früh aufstehen.
| Sonnenaufgang ohne Himalaja |
| Dorf auf dem Weg nach Namobuddha |
Nach einigen Minuten läuft ein Mann vorbei, der nicht allzu nepalesisch aussieht. Antonio aus Equador. Ein netter Latino, mit dem ich den restlichen Tag verbringe oder eher wandere, denn in Namobuddha gibt es keine gute Möglichkeit um zu bleiben, was heißt wir laufen zurück nach Dhulikhel.
Und in diesen Stunden werde ich nicht einmal mehr mitleidig angeschaut, obwohl mir nach 20 km dann doch anfangen die Füße wehzutun, aber ich bin ja nicht mehr eklai :D
| Chhaina eklai: Saathi Antonio :D |
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